Ein Archegarten entsteht:

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Ein Archegarten entsteht: Wo künftig wieder alte Obstsorten wachsen

Dutzende Freiwillige unterstützten den Tauberländer Bio-Streuobstwiesenverein bei der ersten Baumpflanzaktion
In Wenkheim entsteht auf über zwei Hektar Land ein einzigartiger Streuobst-Archegarten mit alten, raren und regionalen Obstsorten.
Tobias Hornung, Zweiter Vorsitzender des Tauberländer Bio-Streuobstwiesenvereins, Vorsitzender der SDW Main-Tauber und Gründer des Waldkindergartens in Tauberbischofsheim, ist seit vielen Jahren ein Vorreiter in Sachen Umwelt- und Naturschutz. Für das neue Projekt des Tauberländer Bio-Streuobstwiesenvereins, die Schaffung eines Archegartens, rief er in den vergangenen Wochen die Bevölkerung zum Mitmachen auf. Mit großem Erfolg, wie es in einer Pressemitteilung des Vereins heißt, der auch die folgenden Informationen entnommen sind. Weit über 30 Freiwillige aller Altersstufen trafen sich am letzten Februarwochenende zum ersten „Aufbäumen“ im Archegarten in Wenkheim. In leidenschaftlicher Arbeit wurden Pflanzlöcher mit Spaten ausgehoben, 35 Bäume gepflanzt, mit Endomykhorriza geimpft, angegossen, geweißelt und mit einem Baumschutz versehen.
Vom Blumberger Langstiel bis zur Schneiderbirne
Für das neue Projekt der Tauberländer werden insgesamt 170 Hochstamm-Obstbäume auf eine Ackerfläche gepflanzt. Alle Apfel– und Birnbäume dafür wurden selbst veredelt und in einer vereinseigenen Baumschule eingeschult. Es handelt sich dabei ausschließlich um alte, seltene oder Lokal-Sorten. Neben Edelkastanien, die auf Kalkböden gedeihen, verschiedenen Quittensorten und veredelten Walnussbäumen fanden zum Beispiel die Apfelsorten Reutlinger Streifling, Wachsrenette aus Benediktbeuren, Edelborsdorfer, Blumberger Langstiel oder die Birnensorten Wilde Eierbirne, Schneiderbirne, Pala Birne oder Salzburger Birne bereits einen Platz in ihrem neuen Refugium.
Das Projekt der Tauberländer wurde bei der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg beantragt und genehmigt. Die Förderung eröffnet im Landkreis die Möglichkeit für ein einzigartiges Vorhaben dieser Art, schreibt der Verein. Der Sortenerhalt und die Entstehung einer über zwei Hektar großen Streuobstwiese sind für den Naturschutz und die Nachhaltigkeit von großer Bedeutung.
Nächste große Pflanzaktion steht im Herbst an
Im Herbst 2026 und 2027 finden weitere große Pflanzaktionen statt. Auf die Termine wird der Verein im Vorfeld hinweisen. Tobias Hornung: „Die erste Pflanzaktion war echte Teamarbeit und sie zeigt, dass Naturschutz gemeinsam gelingen kann. Ich freue mich auf den Herbst und hoffentlich wieder so viele Mitstreiter, wenn die zweite Aktion mit mehr als doppelt so vielen Bäumen bewältigt werden muss.“ (lenr)
Interessierte können sich jederzeit beim Verein melden. Kontaktdaten gibt es auf der Homepage: www.tauberlaender.de

Wo künftig wieder alte Obstsorten wachsen