Mit Feuereifer dabei! Kinder der Kirchbergschule Königheim pflanzten Bäume

Baumpflanzkurs, Samstag, 3. Dezember 2022, 9:30 Uhr
24. November 2022

Kinder der Kirchbergschule Königheim pflanzten Bäume am Hochwasserdamm

Ein Naschpfad für Groß und Klein entsteht entlang des neuen Hochwasserdammes in Königheim. Mit Feuereifer pflanzten dafür 19 Viertklässler der Königheimer Kirchbergschule unter Anleitung von unserem 2. Vorsitzenden, Tobias Hornung Zwetschge, Birne, Reneklode und Walnuss. Aus diesen vier und weiteren sieben Bäumen soll im Laufe der Jahre ein schmackhafter Naschpfad für jedermann wachsen.

Wir haben für die Gemeinde Königheim die Aufgabe übernommen, entlang des neuen Hochwasserdamms Hochstammbäume zu pflanzen und zu pflegen. Da die Baumreihe am von Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen viel genutzten wie beliebten Radweg liegt, schwebte uns vor, mit unterschiedlichen Früchten einen kleinen Naschpfad für jedermann entstehen zu lassen. Von den Bäumen, die Eigentum der Gemeinde sind, soll Naschen erlaubt sein. Richtig davon profitieren sollen aber vor allem die Kinder der Kirchbergschule und der Kindergärten. Und die nahm Tobias schon beim Pflanzen direkt mit ins Boot.  Mit seinem Wissen über die größten und dicksten Bäume der Welt gewann er die Aufmerksamkeit der Kinder, die in den folgenden drei Stunden nicht mehr abriss.

Die Viertklässler folgten wissbegierig seinen Erläuterungen über den Nutzen der Bäume für Umwelt und Klima, für Flora und Fauna und für die Menschen selbst und brachten mit Eifer ihr eigenes Wissen um die heimischen Baumobstarten ein. Tobias Aufforderung „Ich bin ein ausgebildeter Baumfachwart und schenke euch hiermit mein Wissen, damit auch ihr dies später an andere Menschen weitergebt“ gab dem praktischen Teil einen zusätzlichen Aufmerksamkeitskick und die Kinder verfolgten mit großer Ernsthaftigkeit, wie man fachgerecht Jungbäume setzt:

Nach dem ersten Schritt, dem Baumwurzelschnitt, also dem sauberen Schnitt an allen offenen Wurzelenden und dem Entfernen verletzter Wurzeln wurden drei Holzpfähle in die bereits ausgehobene Pflanzgrube gerammt und der Jungbaum ins Pflanzloch gestellt. Die zuvor obere, dunklere und nährstoffreichere Erde wurde zuerst eingefüllt, der Baum im feinen Erdreich etwas eingerüttelt, leicht angetreten und ein Gießrand aufgeschüttet. Die Kinder lernten, dass die Baumrinde in keinem Fall verletzt werden darf und die Veredelungsstelle unbedingt über dem Erdreich liegen muss. Abschließend wurde der Baum, damit die feinen Wurzeln beim Anwachsen nicht abreißen, gegen Windbewegungen mit Kokosseilen an den Pfählen gesichert. Ein Maschendraht gegen Wildverbiss und zusätzlich eine Schilfrohrmatte als Kälte- und Sonnenschutz sollen dem jungen Baum beim Start in sein langes Leben helfen.

Nach dieser fachgerechten Einweisung am ersten zu pflanzenden Baum, die vermutlich manche Erwachsene bis heute so nicht erlebt haben, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und pflanzten nahezu selbstständig und fehlerfrei die drei weiteren Bäume.

Beim abschließenden Angießen gab Tobias den Kindern noch seinen „Geheimtipp“ mit auf den Weg: Das Gießwasser langsam über die Finger laufen lassen und dem jungen Baum einen positiven Wunsch, zum Beispiel, dass er gut anwachsen oder gute Früchte tragen möge, mitgeben.

Nun hoffen die Kinder, dass die Bäume mit ihren guten Wünschen prächtig gedeihen werden. An diesen Tag zurückdenken werden sie angesichts ihrer für Generationen gepflanzten Bäume sicherlich noch lange.

 

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